Encounter

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Amazon.de Price: 11.77 (as of 08/07/2022 17:31 PST- Details)

Kurzbeschreibung

Das neue Album “Encounter” von Igor Levit ist ein sehr persönliches Doppelalbum, getragen vom Wunsch nach Begegnung und Miteinander. Das Programm umfasst selten gespielte Bach- und Brahms-Bearbeitungen von Ferruccio Busoni und Max Reger sowie “Palais de Mari”, das letzte KlavierstĂŒck von Morton Feldman. Igor Levits Doppelalbum “Encounter” sucht nach KlĂ€ngen, die innere StĂ€rke geben und seelischen Halt. Die auf eindringlichen Vokalkompositionen basierenden Werke von Bach bis Max Reger artikulieren den Wunsch nach Begegnung und menschlichem Miteinander – in einer Zeit, in der Vereinzelung das Gebot der Stunde ist. Entstanden ist ein sehr persönliches Recital. Einmal mehr ĂŒberschreitet der 33-JĂ€hrige die Grenzen des reinen Klavierrepertoires: In den als komplette Zyklen selten zu hörenden Busoni-Transkriptionen der Choralvorspiele Bachs und des spĂ€ten Brahms ĂŒbernimmt Levit die Rolle eines weite KirchenrĂ€ume fĂŒllenden Organisten. Der Überwindung quĂ€lender Todesfurcht gibt er in Johannes Brahms’ “Vier ernsten GesĂ€ngen” instrumentale Beredsamkeit. Das sanfte Schimmern ganz weniger Noten wiederum macht Morton Feldmans extrem leises KlavierstĂŒck “Palais de Mari” (1986) zum Inbegriff eines sinnlich-ĂŒbersinnlichen Möglichkeitsraumes. Levits Repertoirezusammenstellung rechtfertigt den Titel des Albums. Die Werke machen aus vielen zur Distanz voneinander gezwungene Individuen eine Erfahrungsgemeinschaft. Sie stellen den Kontakt her zu religiöser und innerweltlicher SpiritualitĂ€t. DarĂŒber hinaus lassen die inneren Verbindungen zwischen den Komponisten und ihrer jeweiligen Ästhetik “Encounter” zu einer Reise werden, die auch auf scheinbar vertrautem Terrain erstaunliche Entdeckungen bereithĂ€lt. “Die heimische Isolation in den Wochen seit Mitte MĂ€rz 2020 war auch fĂŒr mich oft schwer. Als KĂŒnstler jedoch habe ich mich noch nie in meinem Leben so ungebunden, so durchlĂ€ssig gefĂŒhlt wie an jenen Tagen, an denen ich oft erst eine halbe Stunde vor dem Live-Stream entschieden habe, was ich in meinen Hauskonzerten spielen wĂŒrde”, berichtet Igor Levit. Der Wegfall aller Routinen des Konzertbetriebs hatte offenbar auch seine positiven Seiten: “Musik machen zu können ohne jeden Zwang und spontan Werke zu wĂ€hlen, in denen all die Fragen nach Liebe und Tod, Einsamkeit und der Möglichkeit echter NĂ€chstenliebe verhandelt werden, das hat meinem Klavierspiel eine Gelöstheit gegeben, die ich in dieser Form bislang noch nicht kannte.”

Rezension

“Es gibt viel zu entdecken! Dies ist das bisher beste, freieste Album, das der Überflieger Igor Levit bisher eingespielt hat. Ein Must-Have!” –Swr 2

“Wie wohltuend, wie trostvoll, wie demĂŒtig…der bestmögliche Levit” –STERN, 5/5 Sterne

Igor Levits neues Album besticht vor allem durch seine Konzeption. Aufgenommen im Lockdown, ist es ein starker kĂŒnstlerischer Reflex auf eine existenzielle Krisensituation. Die Sammlung ist dramaturgisch verblĂŒffend: von den herrlichen mit grĂŒnderzeitlicher Prachtentfaltung geschmĂŒckten Bach-Bearbeitungen Busonis ĂŒber die schlichteren Choralvorspiele Brahms bis zu den zarten Klanggespielen Morton Feldmans, sind die Werke so zueinander aufgebaut, dass sie ein neues Ganzes geben. Levit schlĂ€gt gleichsam einen Spannungsbogen von der Expression zu Meditation. In dieser pianistisch eindringlich dargestellten Reise der vielen musikalischen Begegnungen von der religiösen Emphase des ersten Choralvorspiels bis zur stillen Versenkung in Feldmans KlangrĂ€umen ist Levit hier vor allem etwas gelungen, was in unserer auf vielfĂ€ltige Zerstreuung ausgelegten Welt bei jedem von immer mehr droht, verloren zu gehen: die Begegnung mit sich selbst. –Fono Forum (Musik/Klang: 5 Sterne)

Specification: Encounter

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