Geza Anda: Complete DG Recordings (Ltd.Edt.)
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CD1 BARTĂK Concertos for Piano and Orchestra Nos. 1â3 Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Ferenc Fricsay
CD2 BRAHMS Concerto for Piano and Orchestra No. 2 Eberhard Finke cello; Berliner Philharmoniker / Ferenc Fricsay BARTĂK Rhapsody for Piano and Orchestra Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Ferenc Fricsay
CD3 BRAHMS Concerto for Piano and Orchestra No. 2 Eberhard Finke cello; Berliner Philharmoniker / Herbert von Karajan GRIEG Concerto for Piano and Orchestra Berliner Philharmoniker / Rafael KubelĂ
CD4 SCHUMANN Concerto for Piano and Orchestra Berliner Philharmoniker / Rafael KubelĂk BEETHOVEN Concerto for Piano, Violin, Cello and Orchestra in C major âTriple Concertoâ op. 56 GĂ©za Anda piano; Wolfgang Schneiderhan violin; Pierre Fournier cello Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Ferenc Fricsay
CD5 BARTĂK Concerto for Piano and Orchestra No. 3 Staatskapelle Dresden / Herbert von Karajan MOZART Concerto for Piano and Orchestra No. 21 in C major K 467 Berliner Philharmoniker / Herbert von Karajan FRANCK Variations symphoniques pour piano et orchestre Concertgebouw Orchestra / Eduard van Beinum
CD 6-13 MOZART Piano Concertos Géza Anda piano & conductor Camerata Academica of the Mozarteum Salzburg
CD14 BEETHOVEN 33 Variations in C major for Piano on a Waltz by Anton Diabelli op. 120 SCHUBERT Piano Sonata in B flat major D 960 (op.posth.) CD15 CHOPIN 24 Preludes op. 28 â Polonaise in A flat major âHeroicâ op. 53 SCHUMANN DavidsbĂŒndlertĂ€nze op. 6 CD16SCHUMANN Kreisleriana op.â16 â Fantasia in C major op. 17 â Symphonic Etudes in C sharp minor op. 13 THE SHELLAC RECORDINGS CD17 J.S. BACH Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ BWV 639 (transc. Busoni) * SCARLATTI Sonata in A major K 182 (L 139) * LISZT Mephisto Waltz No. 1 â La Campanella (arr. Busoni) CHOPIN Etude in E minor op. 25 no. 5 â Mazurka in A minor op. 67 no. 4 â Mazurka in A minor op. 68 no. 2 SCHUMANN Symphonic Etudes in C sharp minor op. 13 BRAHMS 3 Intermezzi op. 117 * â Intermezzo in E minor op. 119 no. 2 * GĂ©za Anda piano
ââŠAnda definierte seine Position mit einer schneidenden Konsequenz, der nichts Gestriges oder Modrig-DĂŒnkelhaftes anhing. Es ging im um die Verteidigung eines sehr reinen, demĂŒtigen Kunstideals gegen das AndrĂ€ngen der populĂ€ren Massenkultur. (âŠ) mit seinen Ă€sthetischen Positionen hielt Anda nie hinterm Berg: â Das Leben ist zu kurz, um sich mit Komponisten herumzuĂ€rgern, die anders sind als die, welche man liebtâ. (âŠ) Andas Repertoire war erlesen und begrenzt. Mit Mozart beginnt âseinâ Reich, und mit BartĂłks drittem Konzert endet es. (âŠ) 1952 schlĂ€gt seine interpretationsgeschichtliche Stunde. Im Rahmen des Salzburger IGNM-Fest spielt er mit Ferenc Fricsay das zweite BartĂłk-Konzert, und das einmal wirklich auf den StĂŒhlen stehende Publikum erzwingt die Wiederholung des Finales: âDas war der erste richtige Durchbruch des 2. BartĂłk-Konzertes, bis dahin hatten die Leute es nicht gefressen, das war die Sensationâ (âŠ) Fast ein Jahrzehnt nahm er sich, Mozarts Klavierkonzerte als Pianist und Dirigent zu erschlieĂen. Lange galt diese erste Gesamteinspielung als Referenz. (âŠ) Was bleibt, ist Bewunderung fĂŒr einen KĂŒnstler, der sich mit kompromissloser Hingabe an exakteste Texttreue und uneitle ZurĂŒcknahme ein hochmĂŒtiges Vergessens-Schicksal schuf. Er hĂ€tte den Massen gefallen können, aber er wollte nicht. Seine uneitlen, kĂŒhlen Aufnahmen aber haben den Zauber ewiger Jugend bewahrt, wie eine glĂ€nzende, ihre Spannung nie verlierende Stahlfeder.â
Fono Forum
11/21 Matthias Kornemann
â[âŠ] Aber auch GĂ©za Anda, der schon bald im Alter von 18 Jahren in seiner Heimatstadt Budapest den Durchbruch mit dem 2. Klavierkonzert von Brahms feiern sollte. Den wichtigsten Grundstein fĂŒr seine Karriere sollte Anda aber 1942 mit dem Umzug in die Schweiz legen. 21 Jahre alt war er da. Und mit einer Mischung aus Virtuosenpranke und sachlich-nĂŒchterner Dienerschaft sorgte er schnell auch bei den Schallplattenfirmen fĂŒr Aufsehen. Sein Label-Zuhause fand der einmal von FurtwĂ€ngler zum âTroubadour des Klaviersâ geadelte Anda vor allem bei der Deutschen Grammophon. FĂŒr das Gelblabel entstanden zahlreiche Aufnahmen von zeitlos groĂem Wert. Davon kann man sich jetzt dank einer Box ĂŒberzeugen, aus der allein schon die impulsiven und spannungsgeladenen BartĂłk-Einspielungen des ungarischen Dreamteams GĂ©za Anda & Ferenc Fricsay herausragen. Als Konzertsolist sorgte aber auch der Mozart-Interpret Anda fĂŒr so manche Sternstunden (mit unter anderem Herbert von Karajan). Wie perfekt und zugleich mit groĂem Herzen Anda romantische Solo-Gebirge wie etwa Robert Schumanns âKreislerianaâ oder Chopins âPrĂ©ludesâ zu meistern verstand, ist gleichermaĂen verblĂŒffend. (Guido Fischer in Rondo 5/21)


